Kinder-Sehschule

Kinder können die Bewegungen der beiden Augen in den ersten Lebensmonaten noch nicht richtig aufeinander abstimmen. Deshalb sind vorübergehende Fehlstellungen in dieser Zeit kein Grund zur Beunruhigung. Von Schielen spricht man nur dann, wenn ein Auge ständig oder sehr häufig von der Blickrichtung des anderen abweicht. Die Ärzte nennen das Schielen Strabismus.

Das Schielen entwickelt sich in der Regel im Kindesalter. Die Fehlstellung kann dabei so gering sein, dass sie auch aufmerksamen Eltern entgeht. Je früher es auftritt und je später es vom Augenarzt behandelt wird, um so schwerer wird die Sehbehinderung.

Wir empfehlen daher dringend, alle Kinder gegen Ende des zweiten Lebensjahres dem Augenarzt vorzustellen.
Denn: Mit Beginn des Schulalters sinken die Erfolgschancen der Behandlung erheblich. Deshalb müssen schielende Babys und Kleinkinder möglichst frühzeitig behandelt werden. Wir können das Schielen oft schon im Säuglingsalter diagnostizieren und die Behandlung zum richtigen Zeitpunkt einleiten. So kann die Schielschwachsichtigkeit fast immer verhindert oder beseitigt werden. Die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U8 reichen nicht aus, um geringfügiges Schielen rechtzeitig festzustellen.

Auffälliges Schielen wird in der Regel frühzeitig entdeckt. Kaum oder nicht erkennbares Schielen kommt aber wesentlich häufiger vor. Alarmzeichen für ein solches Schielen können sein:

  • tränende Augen
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Zukneifen eines Auges
  • Verstimmung oder Reizbarkeit
  • chronische Lidrandentzündung
  • schiefe Kopfhaltung oder ungeschickte Bewegungen



 

 

 

 

Stellen Sie eines oder gar mehrere dieser Alarmzeichen bei Ihrem Kind fest? Dann ziehen Sie bitte sofort einen Augenarzt zu Rate.